Arisaid oder auch Earasaid – klingt komisch, ist es aber nicht

Jetzt fragen sich bestimmt viele, von was ich hier schreibe.

Ganz einfach, das ist die historische, weibliche Variante des belted plaid.  Ja, auch Frauen haben einen getragen. Allerdings meist als Mantel über dem Unterkleid und dem Rock.

Im Gegensatz zum belted plaid wird der Arisaid nicht quer sondern längs gefaltet und dann mit einem Gürtel fixiert und vor der Brust mit einer Brosche verschlossen. Wichtig ist folgendes: Je mehr Falten umso angesehener war der Ehemann der entsprechend gekleideten Frau. Der Stoff war und ist teuer. Viele Falten bedeutet viel Stoff und dementsprechend großer Reichtum!

 

Arisaid

R. R. McIan’s Illustration in „Costumes of the Clans“ von 1845

Der Arisaid war meist aus Wolle, allerdings von feinerer Qualität und die Farben meist heller. Und es war nicht immer der Tartan sondern es gab ihn auch in uni oder gestreift.

 

R. R. McIan's Illustration in "Costumes of the Clans" von 1845

R. R. McIan’s Illustration in „Costumes of the Clans“ von 1845

 

Kleine Anekdote:

Oft wurde der Arisaid auch zum sonntäglichen Kirchgang getragen. Das wurde aber später untersagt, da zu viele Frauen mit über den Kopf gezogenem Arisaid während der Predigt einschliefen.

 

Wer jetzt einen haben möchte: Mindestens 3 m lang und 1,50 m breit sollte der Stoff sein.

R. R. McIan's Illustration in "Costumes of the Clans" von 1845

R. R. McIan’s Illustration in „Costumes of the Clans“ von 1845

 

Und hier die Bastelanleitung 🙂
earasaid-method-2

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